Mittwoch, 9. April 2014

Benimm im Ausland

Foto: Silke Schneider-Flaig
"Andere Länder, andere Sitten?" Fraglich ist, ob es eine Frage, oder eine Feststellung ist. Die Frage lässt sich jedenfalls nur bedingt mit ja oder nein beantworten. "Kommt drauf an", wäre die korrekte Antwort. Denn in der Tat gelten viele Knigge-Regeln weltweit. Allerdings gibt es in Nord, Mittel- und Südamerika, China, Südostasien, Japan, Australien und Europa oft unterschiedliche Vorschriften. Erst recht in arabischen Ländern.  Daher muss fast jedes Land einzeln betrachtet werden. In loser Reihenfolge erscheinen in den kommenden Monaten Beiträge zum Thema "Benimm im Ausland". Dazu gibt es Tipps für Urlauber und Geschäftsleute. Wer sich bereits jetzt für die Länder China, Libyen oder Tunesien interessiert, kann sich auf meinen bereits online erschienenen Beiträgen auf verschiedenen Medien informieren. Benimmtipps zu Libyen gibt es auf der Seite des Journalistinnenbundes und auf dem Onlineportal-Reisemagazin  Reiseratte. Tunesien bleibt trotz der Unruhen des arabischen Frühlings nach wie vor interessant für Reisende. Die dort
erschienenen Hinweise behalten daher ihre Gültigkeit. Gleiches gilt für China. Der Kleine China-Knigge mit chinesischer Etikette für Urlauber und Geschäftsleute auf akademie.degibt Hinweise zu Begrüßung, Essen, Trinkgeld, Gastgeschenken, Small-Talk-Sünden, Alkohol, Trinkgeld und dem komplexen Thema "Männer und Frauen" allgemein.

Mittwoch, 2. April 2014

Herrenlose Damenschuhe

Foto: Silke Schneider-Flaig
Auf deutschen Autobahnen finde man immer wieder herrenlose Schuhe, stellt Arda Cankara (dpa) in der StZ am 09.06.09 fest. Zahlreiche Blogger stellten deshalb die Frage, wie diese dahingekommen seien. Verschiedene Theorien werden aufgelistet. Unter anderem verwirrte Fußgänger, leichtsinnige Beisitzer, die ihre Füße aus dem Fenster hängen und die Schuhe im Fahrtwind verlieren oder ähnliche Konstellationen. Interessant jedoch ist, dass in Rheinland-Pfalz nach Angabe des Landesbetriebs Mobilität (LBM) jährlich bis zu 30 Schuhe aus dem Verkehr gezogen würden.

“Bei längeren Fahrten tragen Damen gerne bequeme Schuhe, beim Gang in die Raststätte wird das Schuhwerk gewechselt und vor Wiederantritt der Fahrt auf dem Autodach zwischengelagert“, erklärt Henning Kraus vom Landesbetrieb Mobilität das Phänomen verloren gegangener Damenschuhe auf der Autobahn.

LKW-Fahrer hingegen stellten Schuhe beim Wechseln aufs Trittbrett und vergessen sie beim Losfahren. Der erste falle schon nach kurzer Strecke auf die Fahrbahn, der zweite meist ein paar Kilometer weiter.


Natürlich gehen nicht nur Schuhe verloren. Selbst ein Lama und ein Känguru. Der Informatiker Robert Heret und sein Kollege Samater Liban führen auf ihrer Internetseite ladungsverlust.de Buch darüber, was alles  auf (hessischen) Autobahnen verloren geht, bzw. wann. Demnach gehen donnerstags die meisten Dinge verloren, sonntags die wenigsten. Allerdings wurde nirgends erwähnt, ob die Gefahr, dass Schuhe verloren gehen, da sie auf dem Dach abgestellt werden, bei Cabrio-Fahrten geringer ist, bzw., ob dies ggf. wetterabhängig ist.

Diese Phänomene sind aber auch unter juristischen Aspekten interessant. In Einzelfällen müsste geprüft werden, ob nach § 985 Abs.1 BGB ein Eigentumserwerb an beweglichen herrenlosen Sachen erfolgt. Dies hängt lt. § 959 BGB wiederum davon ab, ob der Eigentümer in der Absicht handelte, auf das Eigentum zu verzichten und den Besitz am Schuh aufgab. Und prinzipiell müsste die Person, die die verlorene Sache (also die Schuhe) findet und an sich nimmt, dies lt. § 965 BGB dem Verlierer oder Eigentümer oder sonstigen Empfangsberechtigten unverzüglich anzeigen. Sollte man die Empfangsberechtigten nicht kennen, was in solchen Fällen anzunehmen ist, da sich eventuelle Augenzeugen das das PKW-Kennzeichen nicht notiert haben, müssten sie den Fund und die Umstände, die für die

Ermittlung der Empfangsberechtigten erheblich sein können, unverzüglich der zuständigen Behörde anzeigen. Aber gem. § 965 II 2 BGB entfällt dieses Problem, wenn die Sache nicht mehr als zehn Euro wert ist.
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Tipp: Schuhrechnungen über zehn Euro aufbewahren.




Silke Schneider-Flaig

Donnerstag, 20. März 2014

Kniggereporterin

Dies ist ein Beitrag als Vorabinfo zum Blogger-Thema Benimm, national und international mit Reportagen, Berichten, Glossen und Kommentaren.

In meinen Büchern  , z.B. "Der neue große Knigge" (ISBN: 3-8174-5746-4, EAN-Code 978817457465 - erhältlich bei Amazon u.a.) geht es um Beruf und Karriere - auch  in Zusammenhang mit "Kleider machen Leute". Denn wie man sich kleidet so wirkt man... Dazu zählen auch Schuhe. Ein beliebtes Thema - insbesondere bei Frauen.

Daher erscheinen in dem Blog Beiträge zum Thema Benimm




   

tAutorin unter

http://www.knigge-buecher.de