Mittwoch, 9. April 2014

Benimm im Ausland

Foto: Silke Schneider-Flaig
"Andere Länder, andere Sitten?" Fraglich ist, ob es eine Frage, oder eine Feststellung ist. Die Frage lässt sich jedenfalls nur bedingt mit ja oder nein beantworten. "Kommt drauf an", wäre die korrekte Antwort. Denn in der Tat gelten viele Knigge-Regeln weltweit. Allerdings gibt es in Nord, Mittel- und Südamerika, China, Südostasien, Japan, Australien und Europa oft unterschiedliche Vorschriften. Erst recht in arabischen Ländern.  Daher muss fast jedes Land einzeln betrachtet werden. In loser Reihenfolge erscheinen in den kommenden Monaten Beiträge zum Thema "Benimm im Ausland". Dazu gibt es Tipps für Urlauber und Geschäftsleute. Wer sich bereits jetzt für die Länder China, Libyen oder Tunesien interessiert, kann sich auf meinen bereits online erschienenen Beiträgen auf verschiedenen Medien informieren. Benimmtipps zu Libyen gibt es auf der Seite des Journalistinnenbundes und auf dem Onlineportal-Reisemagazin  Reiseratte. Tunesien bleibt trotz der Unruhen des arabischen Frühlings nach wie vor interessant für Reisende. Die dort
erschienenen Hinweise behalten daher ihre Gültigkeit. Gleiches gilt für China. Der Kleine China-Knigge mit chinesischer Etikette für Urlauber und Geschäftsleute auf akademie.degibt Hinweise zu Begrüßung, Essen, Trinkgeld, Gastgeschenken, Small-Talk-Sünden, Alkohol, Trinkgeld und dem komplexen Thema "Männer und Frauen" allgemein.



In den USA hingegen verläuft die Kontaktaufnahme relativ unkompliziert. In Südamerika wird Gastfreundschaft und Herzlichkeit großgeschrieben. Daher kommt man meist erst nach vielen persönlichen,  längeren Gesprächen und gemeinsamen Geschäftsessen zum geschäftlichen Teil. Stichwort Essen.... Insbesondere in arabischen Ländern sollte man den Fastenmonat Ramadan beachten.Dies ist für Moslems die Zeit des Betens und des Fastens. Er wirkt sich sogar auf das ganze öffentliche Leben aus. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang darf weder gegessen noch getrunken oder geraucht werden. Vereinfacht gesagt ist grundsätzlich  alles verboten, was Freude macht. Daher öffnen, von Touristenhochburgen abgesehen, Restaurants und Läden erst abends. Immerhin enden die Öffnungszeiten dann erst nach Mitternacht. Stichwort Geschäfte. Während bei uns Samstag und Sonntag in der Regel (von Handel und Dienstleistungsgewerbe abgesehen) arbeitsfrei ist, ist dies im Nahen Osten anders. Dort ist der Donnerstag mit Samstag vergleichbar und der Freitag mit unserem Sonntag. Dies sollte bei Geschäftsterminen mit Kunden beachtet werden. Ansonsten gilt das Motto:

Zeit hat man zu haben und Hektik hindert!

So könnte man die Einstellung zu geschäftlichen Besprechungen beschreiben. Meist entscheiden persönliche Sympathieen, ob Geschäftsabschlüsse überhaupt erfolgen.Eine Verhandlung will so geführt sein, dass zum Schluss jedem ein Gewinn winkt. Und dies gilt nicht nur für Geschäftsabschlüsse in Unternehmen. Insbesondere für Urlauber gehört es zum festen Bestandteil der Reise.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen